25. August 2026

allianz-erde.org

Medien- und Radioteam

Betaamyloid-Antikörper: Der Brandbeschleuniger im Kopf

 

Auf Einladung von Alzheimer Deutschland spreche ich mit Katja Schmidt über Lithium – ein Element, dessen Essentialität ich bereits vielfach aufgezeigt habe. Im Zentrum dieses Gesprächs steht jedoch ein Verdacht, der die Alzheimerforschung seit über zwanzig Jahren in eine Sackgasse geführt hat.

Seit den frühen 2000er Jahren gilt ein bestimmtes Molekül im Gehirn als Hauptverdächtiger, als der eigentliche Feind, den es mit Antikörpern zu bekämpfen gilt: Betaamyloid. Ein Molekül, das übrigens jeder Mensch in sich trägt, auch Babys. Auf diesem Verdacht basieren die neuesten, milliardenschweren Alzheimer-Medikamente – und ihre teils drastischen Nebenwirkungen. Ich erkläre, warum dieser Verdacht von Anfang an ein Irrtum war, welche Aufgabe dieses Molekül tatsächlich in unserem Hippocampus erfüllt, ohne die Denken und Erinnern gar nicht möglich wären, und was mit Patienten geschieht, die man mit den entsprechenden Antikörpern behandelt.

Auch das regulatorische Zusammenspiel mit Lithium kommt zur Sprache: weshalb ausgerechnet jenes Molekül, an dem sich die Pharmaindustrie seit über 30 Jahren die Zähne ausbeißt, mit einem einzigen, kostengünstigen Spurenelement reguliert werden könnte.

Außerdem spreche ich über die Auseinandersetzung mit der Redaktion von Spektrum der Wissenschaft, die mir eine Aussage unterstellen, die das genaue Gegenteil dessen ist, was ich im EU-Parlament vertreten habe, und die sich bis heute weigert, dies zu korrigieren. Außerdem ordne ich die viel zitierte Nature-Studie aus Harvard als trojanisches Pferd ein, und ein Vergleich mit Kochsalz zeigt, wie absurd die Diskussion um die angebliche Toxizität physiologischer Lithiummengen eigentlich ist.